NOSTALGIE: Auf Spritztour mit dem Panzer

Auf dem Neuruppiner Flugplatz trafen sich am Sonnabend die Liebhaber von Oldtimern aus fast 50 Vereinen

NEURUPPIN - „Ich will auch einen Panzer haben“, ruft der kleine Lukas begeistert seinem Papa zu. Mit glänzenden Augen mustert er das Objekt seiner Begierde, einen 22 Jahre alten Panzer aus Stahl, 320 PS stark und schwimmfähig. Der russische Panzer war für kleine und große Besucher des Oldtimertreffens auf dem Flugplatz die Attraktion.

Es war das erste Mal, dass der Verein Hangar 334 sich mit anderen Oldtimer-Liebhabern traf und die schönsten Wagen zur Schau stellte. Nancy Dimmelmeyer hat den Verein 2002 mitgegründet. „Eigentlich hatte wir gar nicht mit so vielen Leuten gerechnet“, sagt sie. Doch die Schaulustigen kamen in Scharen.

Neben dem Panzer BMP-1 gab es auch andere alte Fahrzeuge zu sehen. Vom Trabbi bis zum Ural war alles vertreten. Die fast 50 beteiligten Vereine brachten ihre besten Stücke mit und auf Wunsch konnten die Besucher sogar eine Runde mitfahren. Über Feld und Hügel ging die Strecke. So mancher sah nach der Spritztour ein wenig blass um die Nase aus. Kein Wunder, denn mit den Treckern und Panzern ging es so manchen steilen Berg hinauf – und wieder hinunter.

Die Schrauberbrigade aus Freyenstein war zum ersten Mal in Neuruppin. Gemütlich saßen die Schrauberkumpel inmitten der schweren Maschinen beisammen. Sie seien überrascht über die Größe des Geländes, erzählen sie. Acht Mitglieder hat der Verein, alle sind schon jahrelang „dick miteinander befreundet“ und basteln in jeder freien Minute an ihren Autos herum. Ostblockfahrzeuge mögen Roland Bauer und Siggi Schüler am liebsten. Um die alten DDR-Fahrzeuge vor der Schrottpresse zu beschützen, kaufen sie so viele wie nur möglich auf und probieren sie, so gut es geht, in ihrem Originalzustand zu erhalten. „Ein tolles Hobby“, sagt Roland Bauer. Das finden auch die Frauen der Vereinsmitglieder. Nur zu sagen haben sie nicht viel. „Autos sind Männersache“, stellt Roland Bauer klar.

Spannend waren für die Zuschauer auch die Vorführungen der Neuruppiner Feuerwehr. Sie zeigte, wie man eingeklemmte Opfer aus demolierten Autos holt. Binnen weniger Minuten wurde der Unfallwagen zum Cabriolet.

Oldtimer-Freund Andreas Wolff aus Neuruppin schien sich von seinem Sill 157 gar nicht trennen zu können. Im Internet hat der gelernte Schlosser das gute Stück ersteigert und will es nun natürlich allen anderen Oldtimerfans zeigen. „Kleine Kinder – kleines Spielzeug, große Kinder – großes Spielzeug“, sagt Andreas Wolff. Gern hätte er auf dem Flugplatz sein Zelt aufgeschlagen und dort geschlafen. Da aber sonntags ein Fahrverbot für Lkw gilt, musste er seinen Sill 157 nach am Abend nach Hause bringen. – So verpasste er den Rest der Party, die noch bis in die Nacht ging. (Von Antje Schumann)

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